Author: noablog1

  • Solidarische Grüße aus Kärnten/Koroška nach Göttingen und Budapest!

    Wir schicken solidarische Grüße von unserer Bildungsreise aus Kärnten/Koroška (Österreich) nach Göttingen und Budapest!

    Wir haben uns hier eine Woche lang mit dem antifaschistischen Widerstand der Partisan*innen gegen das NS-Regime auseinandergesetzt, einiges über die Kontinuität der Unterdrückung der slowenischsprachigen Minderheit in Kärnten gelernt und Gedenkorte in Slowenien und Kärnten besucht, wie den Peršmanhof.

    Am Peršmanhof wurden kurz vor Kriegsende, am 25. April 1945, 11 Personen der Familien Sadovnik und Kogoj von einem SS- und Polizeiregiment erschossen. Vor fast einem Jahr gab es einen aggressiven Polizeieinsatz mit Hausdurchsuchung und Identitätsfeststellungen während eines antifaschistischen Camps auf dem Peršmanhof. Vsi smo Peršman! Wir sind alle Peršman!

    Ganz viel Kraft und Liebe zum verletzten Antifaschisten in Göttingen, zu Maja nach Budapest und zu Lina, die seit gestern in Beugehaft sitzt! Ihr seid nicht allein!

    Wir sind alle Antifa! Vsi smo Antifa!
    Free them all!

    Gefunden unter https://de.indymedia.org/node/749841

  • Fotos der Solidemo von @aktionantifagera

    Über 2500 Menschen gingen am Samstag in Göttingen auf die Straße, um ihre Solidarität mit dem in der Woche zuvor verletzten Antifaschisten zu zeigen – so auch wir.

    Im Anschluss an den Messerangriff drehte sich die öffentliche Debatte vor allem um Schuldumkehr; aus dem Angegriffenen wurde ein Angreifer, aus Mordversuch wurde Notwehr. Das macht uns unfassbar wütend, kommt aber auch nicht überraschend.

    Der Angriff in der Nacht vom 20. auf den 21. Juni hat gezeigt, wohin faschistische Ideologie mit aller Konsequenz führt: zum Auslöschen, zum Terror, zum Mord. Zudem reiht er sich ein in eine Serie ähnlicher Taten im ganzen Bundesgebiet in den letzten Monaten.
    Es ist also leider wieder so weit: Die Rechten fühlen sich wieder mächtig genug, ihre Ideologie aggressiv durchzusetzen.
    Zeit also, dass wir den antifaschistischen Selbstschutz aufbauen!

    Weiterhin gute Besserung an den verletzten Genossen, dessen Familie und Freund*innen.
    Liebe und Kraft von Gera nach Göttingen!

    Instagram @aktionantifagera @a_goettingen @il_goettingen @redical.m @antifa_altenburg

  • Solidarität nach Göttingen!

    Am 21. Juni wurde in Göttingen eine junger Antifaschist von einem Nazi mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Nach einigen Tagen im künstlichen Koma wird er glücklicherweise überleben.

    Dem Angriff gingen wohl bereits schon Wochen vorher Provokationen und Bedrohungen gegen Linke und queere Menschen und Projekte durch Nazis voraus. Das ist kein lokal begrenztes Problem. Auch hier in Weimar gibt es immer wieder Bedrohungen, Schmierereien oder provokantes Auftreten von Rechten und Faschos – zuletzt erst wieder am Rande des CSD.

    Wir müssen diese Bedrohungen ernst nehmen und uns auf schlimmeres vorbereiten, denn drohende AfD-Regierungsbeteiligungen werden rechte Gewalt nur noch weiter befördern.

    Wir senden Solidarität und Genesungswünsche nach Göttingen! Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, dass sich solche Fälle nicht wiederholen! Getroffen hat es einen, lasst uns geschlossen antworten!

    Instagram @oat.weimar

  • Niemals alleine! Solidarität aus Magdeburg & Leipzig nach GÖ!

    Niemals alleine! Solidarität mit dem verletzten Antifaschisten in Göttingen! 

    Wie aus so vielen anderen Städten, wollen auch wir unsere vollste Solidarität mit dem verletzten Göttinger Antifa zum Ausdruck bringen! 

    Organisiert euch und bildet Banden – Antifa in die Offensive!

    Gefunden unter https://de.indymedia.org/node/749565

  • Wir waren Samstag abend viele! Wir sagen: Antifaschismus in die Offensive auf allen Ebenen!

    “Die Geschichte hat uns gezeigt: Antifaschist*innen erfuhren von Staat und Polizei Schickane, Kriminalisierung und Repression. Daher ist es umso wichtiger, dass wir alle, die sich als Antifaschist*innen begreifen, dies auch nach außen tragen und hinter unserem verletzten Genossen und Freund stehen.

    Wir sehen: die Politik der Herrschenden, der Klassenkampf von oben und die Kriegstreiberei liefern den Nährboden für faschistische Ideologien, rechte Hetze und Gewalt. Sie befeuern den Hass gegen Migrant*innen, gegen Queere, gegen die angeblichen “Nutzlosen” und “Faulen”, gegen alljene, die dieser Staat als den “inneren Feind” sieht.

    Antifaschismus heißt der Kampf auf allen Ebenen. Es heißt antifaschistischer Selbstschutz. Es heißt auch, linke und revolutionäre Antworten auf den Klassenkampf von oben zu haben. Es heißt, dem Autoritarismus, den Repressionen, und der menschenfeindlichen Politik der bürgerlichen Mitte entgegenzutreten.

    Es hat einen getroffen, aber gemeint sind wir alle. Wir lassen uns nicht einschüchtern. Wir kämpfen weiter. Für eine Gesellschaft ohne Faschismus. Für eine Gesellschaft ohne Krieg und Genozid, ohne Grenzen und ohne Ausbeutung.

    Von Trauer, zu Wut, zu Widerstand.”

    Foto: @pm_cheung_photography
    Instagram @il_goettingen

  • Fotos von der Demo am 27.6. von Nico Kuhn

    Nico Kuhn hat bei flickr Bilder von der Demo am Samstag, den 27.6. veröffentlicht:

    2026-06-27 Göttingen – Antifa Demo nach lebensgefährlichen Messerstich

  • Niemals alleine! Solidarität mit dem verletzten Antifaschisten aus Göttingen!

    Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist 329437-1024x768.jpg

    Am Freitag kamen einige Leipziger Antifaschist*innen zusammen, um eine Solidaritätsbekundung an den Antifaschisten aus Göttingen zu senden, der vergangene Woche von einem Neonazi lebensgefährlich verletzt wurde.

    Wir wünschem dem Genossen gute und schnelle Genesung und seinen Freund*innen und den antifaschistischen Strukturen in Göttingen viel Kraft!

    Niemals alleine. Antifa in die Offensive!

    Gefunden unter https://de.indymedia.org/node/748934

  • Solidarische Grüße nach Göttingen aus der AU Frankfurt.

    Liebe Genoss*innen, Antifaschist*innen und Angehörige,
    wir sind in Gedanken bei euch, wir sind traurig und wir sind wütend über die Gewalt gegen euren und unseren Genossen. Wir sind über den Normalzustand rechter Gewalt entsetzt und lehnen diesen entschieden ab. Wenn Faschist*innen angreifen, müssen wir uns zusammen tun und dafür sorgen, dass sie es nie wieder tun!
    Stay Squatted
    Stay Antifascist

    Solidarisch, AU Frankfurt am Main, 27.6.2026

  • Soli-Grüße aus Frankfurt

    gude liebe gefährt*innen, 

    mit trauer und wut hat uns die nachricht erreicht, dass vergangene woche ein junger genosse in göttingen durch einen messerangriff schwerst verletzt wurde.

    als erstes möchten wir ihm viel kraft senden und schnellstmögliche genesung wünschen. wir haben vergangene woche viel an ihn und seine freund*innen gedacht.

    naziangriffe auf antifas häufen sich. die immer mehr um sich greifende rechte hegemonie zeigt sich in einem sich steigernden selbstbewusstsein von faschos.

    wir wollen nicht in plattitüden verfallen. aber antifaschistischer selbstschutz ist notwendig wie eh und je. macht euch gerade gegen faschos, zeigt ihnen grenzen auf. physisch und verbal. wir müssen ihnen ihre räume streitig machen.

    traut euch, seid mutig euch nazis und rassist*innen mit der konsequenz zu begegnen, die sie verdient haben! antifa heißt unfair kämpfen, wir wünschen euch eine kraftvolle und stabile demo! 

    eure antifa frankfurt

  • Klarstellung zu Stellungnahmen der Staatsanwaltschaft über einen Vernehmungsversuch gegenüber dem am vergangenen Wochenende mit einem Messer schwer verletzten 23-jährigen Göttinger

    Die Berichterstattung im Göttinger Tageblatt über den Versuch einer DNA-Entnahme, einer forensischen Untersuchung sowie einer Vernehmung des in der Nacht vom 20.06. auf den 21.06. mit einem Messer schwer verletzten 23-jährigen Göttingers erfordert eine Klarstellung:

    Bereits am 23.06. wurde der Staatsanwaltschaft Göttingen mitgeteilt, dass die Anwaltskanzlei Sven Adam von den Eltern des Verletzten beauftragt wurde, dessen rechtliche Interessen wahrzunehmen. Es wurde darauf hingewiesen, dass der Gesundheitszustand des Verletzten zu achten ist und eine Vernehmung erst zum Zeitpunkt der Vernehmungsfähigkeit und vor allem nur in Anwesenheit seines Anwalts durchgeführt werden darf. Zudem wurde angeregt, beabsichtigte Ermittlungsmaßnahmen gegenüber unserem Mandanten vorab mit uns abzustimmen. Die Strafprozessordnung sieht die konkreten Verfahrensrechte vor, insbesondere das Recht, vor und während einer Vernehmung anwaltlichen Beistand hinzuzuziehen (§ 68b, § 163 Abs. 3 StPO), sowie – sollte er als Beschuldigter in Betracht gezogen werden – das Recht, jederzeit und schon vor einer Vernehmung einen Anwalt zu befragen (§ 136 Abs. 1, § 137 StPO).

    Statt diese Rechte zu achten, erschienen am frühen Nachmittag des 25.06. insgesamt vier Polizeibeamte unangekündigt im Krankenhaus im Zimmer unseres Mandanten und forderten diesen auf, einer freiwilligen DNA-Entnahme sowie einer forensischen Untersuchung zuzustimmen. Zudem wollten sie eine Vernehmung durchführen. Zu diesem Zeitpunkt verneinte der Verletzte – schon aufgrund seines Gesundheitszustandes – diese polizeilichen Maßnahmen und bat die Beamten, das Krankenzimmer zu verlassen. Unklar ist schon, ob ihm überhaupt bewusst wurde, was von ihm genau warum verlangt wurde – zumal eine wirksame Einwilligung in eine molekulargenetische Untersuchung Einwilligungsfähigkeit voraussetzt (§ 81f StPO).

    Im Nachgang wurden wir von den Eltern des Verletzten über diesen Vorgang informiert und nahmen Kontakt zur Polizeiinspektion Göttingen auf. Diese teilte mit, dass Ansprechpartner für Ermittlungsmaßnahmen nur die Staatsanwaltschaft Göttingen sei – die für die Ermittlungen zuständige Behörde, die von uns am 23.06. angeschrieben wurde.

    Die Behauptung, die polizeilichen Maßnahmen seien mit einem Arzt abgesprochen gewesen, muss von uns noch geprüft werden. Nach unseren Informationen haben die Ärzte der UMG stattdessen die Ermittlungsbehörden aufgrund des Gesundheitszustandes gebeten, den Verletzten nicht vor Beginn der kommenden Woche zu vernehmen. Dies wurde den Eltern mitgeteilt.

    Auch die Behauptung, die Polizei habe von dem Schriftsatz unserer Kanzlei zwei Tage nach der elektronischen Versendung keine Kenntnis gehabt, wirft Fragen auf. Denn die Polizei hat am frühen Nachmittag des 25.06. auch Zeugenvorladungen in den Briefkasten der Kanzlei persönlich zugestellt. Die Vertretung der Zeugen ergibt sich nur aus dem besagten Schriftsatz vom 23.06., von dessen Inhalt die Polizei keine Kenntnis haben wollte.

    Im Vordergrund muss der Gesundheitszustand unseres Mandanten stehen. Es geht nicht darum, Ermittlungen zu verlangsamen oder zu verhindern. Es geht auch nicht darum, Zeitpunkte von Ermittlungsmaßnahmen zu diktieren, wie es die Staatsanwaltschaft Göttingen in der Presseberichterstattung im Göttinger Tageblatt suggeriert. Es geht darum, die Verfahrensrechte des 23-Jährigen zu achten und ihn erst dann zu vernehmen, wenn er dazu gesundheitlich in der Lage ist. Wie der überregionalen Berichterstattung zutreffend zu entnehmen war, wurde unser Mandant lebensgefährlich verletzt. Er befand sich über Tage in einem künstlichen Koma.

    Die Staatsanwaltschaft schließt zudem nicht aus, dass der verdächtige 17-Jährige in Notwehr gehandelt habe, und hat keinen Haftbefehl gegen ihn beantragt. Es wird von der Göttinger Staatsanwaltschaft also der Vorwurf eines vorangegangenen und strafbaren Angriffs durch den Verletzten in Erwägung gezogen. Gerade weil ein gegen ihn gerichteter Tatvorwurf in den Raum gestellt wird, stehen ihm auch die Rechte eines Beschuldigten zu – insbesondere das Recht, vor jeder Vernehmung einen Anwalt zu konsultieren (§ 136 Abs. 1, § 137 StPO), und das Recht auf anwaltlichen Beistand bei der Vernehmung (§ 68b StPO).

    Ein solches Gespräch über den Vorfall selbst konnte von uns bislang – wegen seines Gesundheitszustandes – nicht geführt werden.

    Wir gehen davon aus, dass die Rechte unseres schwer verletzten Mandanten von nun an gewahrt werden.

    Für Rückfragen steht RA Sven Adam unter den genannten Kontaktdaten zur Verfügung.

    Gefunden unter https://anwaltskanzlei-adam.de/2026/06/27/klarstellung-zu-stellungnahmen-der-staatsanwaltschaft-ueber-einen-vernehmungsversuch-gegenueber-dem-am-vergangenen-wochenende-mit-einem-messer-schwer-verletzten-23-jaehrigen-goettinger/