Welcome to WordPress. This is your first post. Edit or delete it, then start writing!
Author: noablog1
-
Beitrag bei indymedia: Zum Messerangriff auf einen Antifaschisten in Göttingen
In der Nacht vom 21.6 wurde unser Freund und Genosse Lars von Max Dillmann niedergestochen und kämpfte mehrere Tage um sein Leben (https://de.indymedia.org/node/746322).
Max Dillmann ist Teil einer größeren Gruppe Jugendlicher, die in den Wochen vor dem Messerstich bereits durch mehrere Bedrohungen und körperlichen Angriffe auf von ihnen als Links wahrgenommene Personen aufgefallen ist.
In mindestens einem dieser Fälle setzte Max Dillmann Pfefferspray ein und schlug in einer anderen Situation zu. Außerdem ist bekannt, dass Max Dillmann im Herbst 2025 eine Person über mehrere Wochen rassistisch beleidigte und ihm schlussendlich die Nase brach.
Teile der Jugendgruppe, in welcher Max Dillmann sich bewegt, übermalten die Regenbogentreppe am Albaniplatz in schwarz-rot-goldenen Farben. Zusätzlich verklebten sie auf einer Gedenktafel daneben Nazisticker und hinterließen Tags wie „1161“ (Anti-Antifa) und „Fck Linke“.In der Nacht vom 20. auf den 21.06. fielen Max Dillmann und seine Freunde beim Public Viewing des Deutschlandspiels und anschließendem Autokorso durch angedeutete Hitlergrüße und das Zünden von Böllern auf. Daraufhin entschlossen sich Lars und einige andere Antifaschist*innen dazu, Max alleine, ohne seine Freundesgruppe anzusprechen. Ziel war es, ihm die Ansage zu machen, dass er aufhören sollte andere Menschen zu bedrohen. Es ging allerdings zu keinem Zeipunkt darum, eine körperliche Auseinandersetzung zu suchen und niemand der Antifaschist*innen war bewaffnet. Lars und die anderen waren zum Selbstschutz vermummt, zu der Ansage kam es jedoch gar nicht. Bevor er und sein Begleiter angesprochen werden konnten entschied sich Max Dillmann dazu, aktiv auf die stehende Gruppe zu zulaufen und stach Lars unvermittelt mit einem Messer in die Brust.
Nur aufgrund der unmittelbaren Ersten Hilfe der anderen Anwesenden, dem schnellen Eintreffen eines Krankenwagens und der Reaktion des Personals der UMG hat Lars die Situation überhaupt überlebt.
Später gab der Begleiter von Max Dillmann in einem Zeit-Interview zu, dass sich Max das Messer in Vorbereitung auf eine Auseinandersetzung mit Linken eingesteckt hatte. Außerdem würden er seit Jahren Kampfsport betreiben.Dieser Vorfall ist die Eskalation einer (extrem) rechten Jugendkultur in Göttingen, welche sich seit Jahren anbahnt. Dabei handelt es sich nicht um organisierte Neonazis, sondern Jugendliche, die sich als patriotische Deutsche identifizieren und in Göttingen in den letzten Jahren vor allem durch Queerfeindlichkeit und Anti-Links Sein auffallen.
-
Hintergrund
In der Nacht vom 20. auf den 21.06.26 wurde im Fridtjof-Nansen-Weg in Göttingen ein Freund und Antifaschist mit mehreren Stichen in den Brustbereich von einem jugendlichen Faschisten niedergestochen. Dass er diesen Angriff überlebt hat, ist ein Wunder. Dieser Angriff reiht sich ein in eine Zunahme rechter Raumnahme und Provokationen, die wir hier in Göttingen, aber auch bundesweit beobachten können.
“In der Region ist eine Vielzahl an extrem rechten Aktivitäten wahrnehmbar: Ob rassistisch motivierte Übergriffe, antisemitische Propagandadelikte oder generell extrem rechte Raumnahme, all diese Vorfälle sind keine Einzelfälle.” (antifaschistisches bildungszentrum und archiv göttingen)
Wir wissen, rechte, queerfeindliche, rassistische, antisemitische und ableistische Gewalt zielt in letzter Konsequenz auf den Tod, das ist Teil ihrer Ideologie. Und zunehmend radikalisieren sich besonders Jugendliche.
“Bundesweit ist ein signifikanter Anstieg extrem rechter und rassistisch motivierter Gewalttaten zu verzeichnen. Die Schwelle zum Rechtsterrorismus wird dabei vereinzelt überschritten. Übergriffe finden sowohl geplant als auch spontan statt und zeichnen sich durch eine hohe Brutalität aus.” (antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin)Es ist bekannt, dass eine Strategie von Neonazis ist, Messer mit sich zu tragen, um sie bei Gelegenheit auch einzusetzen. Ein Freund des Faschisten, der in der Nacht vom 20. auf den 21. Juni mit dem Täter unterwegs war, sagte in einem Interview mit “Die Zeit”, dass der Täter das Messer schon den ganzen Tag dabei gehabt hatte.
Der Täter war zudem zuvor schon wegen rassistisch motivierter Körperverletzung strafrechtlich auffällig geworden.
Er wird auch in Verbindung gebracht mit der queerfeindlichen Ausradierung der Regenbogen-Treppe sowie Beschmutzung der Gedenktafel an die Bücherverbrennungen am Albaniplatz Anfang Juni 2026.
Das Umfeld des angegriffenen Antifaschisten sagte am 21.06.26, am Tag nach dem Angriff bei einer Demo in Solidarität mit dem angegriffenen Antifaschisten: “Niemand von linker Seite war bewaffnet und es gab kein Interesse an einer körperlichen Auseinandersetzung. Der Täter hat unvermittelt mit einem Messer zugestochen und unseren Freund im Brustbereich getroffen.”Nach wie vor ist der Täter auf freiem Fuß. Rechtsanwalt Sven Adam hat nun die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, auf einen Haftbefehlsantrag gegen den 17-jährigen Tatverdächtigen zu verzichten, scharf kritisiert: “Es ist ein fatales Signal, wenn ein Messerstich in die Brust unter diesen Umständen ohne Untersuchungs-haft bleibt.”
Polizei, Staatsanwaltschaft, Presse und Politik greifen bereitwillig die Erzählung der Rechten auf, die sich bewusst als Opfer stilisieren, während die Gewalt von ihnen ausgeht. Diese Täter-Opfer-Umkehr ist ein wiederkehrendes rechtes Narrativ, weswegen schon Esther Bejarano sagte: “Wer gegen Nazis kämpft, der kann sich auf den Staat nicht verlassen”.
Der verletzte Antifaschist ist zum Glück inzwischen auf dem Weg der Genesung.Es ist notwendig, dass wir zusammenhalten gegen die rechte Raumnahme; dass wir Position beziehen gegen das rechte Narrativ der Täter-Opfer-Umkehr; dass wir solidarisch sind mit dem verletzten Antifaschisten und seinem Umfeld!
Starke Solidarität durch breite Bündnisse über Meinungsverschiedenheiten und Aktionsformen hinweg war immer eine Stärke im Kampf gegen die Nazis in dieser Stadt. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass Göttingen ein sicherer Ort für alle ist, die von rechter Gewalt bedroht sind.
Sei solidarisch mit Betroffenen rechter Gewalt!Und bitte melde (extrem) rechte Aktivitäten im Dreiländereck Niedersachsen/Thüringen/Hessen per Signal-Messenger mit Zeitpunkt, Ort, und Fotos ans abag göttingen unter der Nummer +49 1521 9665059 oder per Kontaktformular https://antifaschistisches-archiv.org/kontakt/rechten-vorfall-melden/
-
Jungfascho nach Mordversuch weiter auf freiem Fuß. Staatsanwaltschaft beantragt keine U-Haft.
Das ganze Statement des Anwalts:
https://anwaltskanzlei-adam.de/2026/07/09/pm-zum-stand-der-ermittlungen-zu-der-lebensgefaehrlichen-stichverletzung-eines-23-jaehrigen-in-der-nacht-vom-20-06-2026-auf-den-21-06-2026-in-goettingen-weitere-kritik-an-ermittlungsbehoerd/
Foto @doku_nkuhn während der Hausdurchsuchung des Jungfaschos







Instagram @redical.m @falken_goettingen @il_goettingen @a_goettingen @studisgegenrechts_goe
-
PM: Zum Stand der Ermittlungen zu der lebensgefährlichen Stichverletzung eines 23-jährigen in der Nacht vom 20.06.2026 auf den 21.06.2026 in Göttingen – weitere Kritik an Ermittlungsbehörden wegen ausbleibendem Haftbefehlsantrag
Aus Sicht der bereits beantragten Nebenklage in einem ggf. zu führenden Strafprozess gegen einen 17-jährigen Tatverdächtigen wegen einer lebensgefährlichen Stichverletzung eines 23-jährigen Göttingers in der Nacht vom 20.06.2026 auf den 21.06.2026 in Göttingen stellen sich zum jetzigen Zeitpunkt die Ermittlungen wie folgt dar:
- Bereits am Sonntag, den 28.06.2026 und damit unmittelbar als der geschädigte 23-Jährige vernehmungsfähig wurde, wurde der Staatsanwaltschaft Göttingen mitgeteilt, dass der Verletzte zur Aussage bereit ist. Es wurde auch mitgeteilt, dass selbstverständlich auch freiwillig einer DNA-Entnahme und einer forensischen Untersuchung zugestimmt wird. Am Montag, den 29.06.2026 wurde mit den Ermittlungsbehörden als Termin für die Vernehmung und die weiteren Maßnahmen der Mittwoch, der 01.07.2026, in der UMG vereinbart.
- Aufgrund einer erheblichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes in der Nacht vom 29.06.2026 auf den 30.06.2026 musste die Vernehmung in Abstimmung mit dem leitenden Oberarzt verschoben werden.
- Am Donnerstag, den 02.07.2026, sagte ein Begleiter und Ersthelfer in den Räumen der Polizeiinspektion als Zeuge aus.
- Am Dienstag, den 07.07.2026, konnte die Vernehmung und DNA-Entnahme des Verletzten in der UMG stattfinden. Es wurde im Anschluss auch eine schriftliche Erklärung u.a. für die Staatsanwaltschaft Göttingen übergeben, wonach für das Verfahren das Klinikpersonal von der ärztlichen Verschwiegenheitsverpflichtung entbunden wurde.
- Am Mittwoch, den 08.07.2026 erörterte RA Sven Adam mit der Staatsanwaltschaft Göttingen die bisherige Beweislage und insoweit das Vorliegen der Voraussetzungen für einen Antrag auf einen Haftbefehl gegen den 17-jährigen Tatverdächtigen. Es wurde seitens RA Sven Adam zugesichert, dass eine öffentliche Stellungnahme erst nach einer Entscheidung über die Frage des Haftbefehls erfolgen wird, um ggf. zu erzielende Ermittlungserfolge insoweit nicht zu gefährden.
- Am heutigen Donnerstag, den 09.07.2026, teilte die Staatsanwaltschaft fernmündlich mit, keinen Antrag auf einen Haftbefehl gegen den 17-jährigen Tatverdächtigen stellen zu wollen.
Aus Sicht der Nebenklage liegen auch die mit Blick auf die Minderjährigkeit des Tatverdächtigen zu Recht nach § 72 JGG erhöhten Voraussetzungen für den Antrag auf einen Haftbefehl mit Blick auf den dringenden Tatverdacht (§ 112 Abs. 1 StPO) hinsichtlich des Versuchs eines Tötungsdelikt und mit Blick auf eine Wiederholungsgefahr (§ 112a Abs. 1 Nr. 2 StPO) vor, die allesamt mit der Staatsanwaltschaft erörtert worden war:
- Nach Aussage des Begleiters des Verletzten und des Verletzten selbst hat es keinen Angriff auf den 17-jährigen Tatverdächtigen gegeben. Es gab zu dem 17-jährigen Tatverdächtigen weder von dem Verletzten noch von seinen Begleitern vorher oder danach Körperkontakt. Auch eine „Umzingelung“ hat hiernach nicht stattgefunden.
- Der 17-jährige Tatverdächtige ist nach diesen Aussagen auf den zunächst in erheblichem Abstand zu dem Tatverdächtigen und anderen Personen stehenden (!) 23-jährigen zugelaufen und hat ihn in der Brust voraussichtlich mit einem Messer mit einem Stich lebensgefährlich verletzt.
- Der 23-jährige Verletzte hat keinerlei Abwehrverletzungen. Die zur Verletzung führende Handlung erfolgte schnell und unerwartet. Der Verletzte hatte keine Gelegenheit zur Verteidigung. Es erfolgte keine Warnung und kein Hinweis auf ein Messer oder eine andere Stichwaffe.
- Ein Begleiter des 17-jährigen Tatverdächtigen in der Tatnacht hat in einem ZEIT-Interview für einen Artikel vom 24.06.2026 angegeben, er selbst und der 17-jährige Tatverdächtige würden Kampfsport trainieren. Er gab ebenfalls für den Artikel an, der 17-jährige habe das Messer dabeigehabt, weil er sich schon am Tag zuvor beobachtet gefühlt habe. Die Nebenklage geht daher davon aus, dass das Messer bewusst für eine mögliche Auseinandersetzung mit sich geführt wurde und dass der Tatverdächtige aufgrund seiner Kampfsporterfahrung dieses gezielt eingesetzt hat.
- Der Begleiter des 17-jährigen hat in einem indes gelöschten Video auf TikTok angegeben, der 17-jährige habe sich verteidigen dürfen: „Egal mit was, egal wie“. Aus Sicht der Nebenklage ist zu vermuten, dass diese rechtsirrige Annahme weiterhin sowohl bei dem Begleiter als auch bei dem Tatverdächtigen besteht.
- Der Tatverdächtige nimmt nach Kenntnis der Nebenklage weiterhin sein Aussageverweigerungsrecht in Anspruch. Er hat in der Tatnacht nicht die Polizei verständigt, um einen Angriff auf ihn mitzuteilen. Er wurde stattdessen erst am Nachmittag des 21.06.2026 auf einen Hinweis im Internet festgenommen. Die Tatwaffe wurde nach Kenntnis der Nebenklage erst im Laufe des Abends des 21.06.2026 bei dem 17-jährigen Zuhause im Rahmen einer Hausdurchsuchung beschlagnahmt.
- Im Göttinger Tageblatt vom 23.06.2026 hat die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, der Tatverdächtige sei vorher weder polizeilich noch strafrechtlich in Erscheinung getreten. Diese Darstellung ist nach hiesiger Kenntnis nicht zutreffend. Die Pressestelle der Staatsanwaltschaft wurde gebeten, dies richtigzustellen.
„Ich teile die Einschätzung der Staatsanwaltschaft nicht, dass die Voraussetzungen für einen Antrag auf einen Haftbefehl nicht vorliegen. Ein Signal, dass in Göttingen unter den gegebenen Umständen ein Messerstich in die Brust eines Menschen ohne Untersuchungshaft bleibt, halte ich für fatal.“ so RA Sven Adam, der die rechtlichen Interessen des 23-jährigen Verletzten vertritt.
Die Nebenklage wird trotz dessen weiterhin mit den Ermittlungsbehörden in dem Verfahren zusammenarbeiten.
Für Rückfragen steht RA Sven Adam unter den genannten Kontaktdaten zur Verfügung.
-
Niemals allein! Liebe und Kraft an den verletzten Genossen in Göttingen und die Zelle79 in Cottbus

Niemals allein! Liebe und Kraft an den verletzten Genossen in Göttingen und die Zelle79 in Cottbus.
Wenn Nazis angreifen stehen wir zusammen!
Wir wünschen dem verletzten Göttinger Genossen gute Besserung und seiner Familie und seinen Freund*innen viel Kraft.
Genauso senden wir unsere solidarischen Grüße nach Cottbus: schon wieder wurden die Bewohner*innen der Zelle79 von Faschos angegriffen. Wir wünschen euch Kraft und Durchhaltevermögen für die nächsten Tage.
Fight back!
Antifaschistische Gruppen Halle (Saale)
Gefunden unter https://de.indymedia.org/node/751374
-
Solidaritätsbekundung mit verletztem Antifa aus Göttingen

Soli Bild für verletzten Göttinger Antifa auf der Fusion
Von Trauer zu Wut zu Widerstand – Liebe und Kraft nach Göttingen
Am 22.6. hat ein junger Faschist unserem Freund und Genossen mit einem Messer in die Brust gestochen. Der Genosse wurde dabei lebensgefährlich verletzt – dass er überlebt hat, ist ein Wunder.
Um ihm und allen, die ihm nahe stehen, zu zeigen, dass wir für ihn und sie da sind und gegen die eigene Ohnmacht und Vereinzelung gab es neben den vielen Solidaritätsbekundungen und Spontandemonstrationen auch auf der Fusion eine Soliaktion.
Ohne ihn war die Fusion nicht das gleiche – wir senden viel Kraft nach Göttingen und hoffen auf eine schnelle Genesung. Darauf, dass wir bald wieder zusammen das Leben feiern können!
Für uns alle gilt: Wir können die Eskalation nicht mehr hinnehmen und müssen uns ihr weiterhin entgegen stellen, auch wenn wir diesen Angriff nicht verhindern konnten. Organisiert euch und seid gut zueinander!Gefunden unter https://de.indymedia.org/node/751120
-
Liebe und Wut nach Göttingen.
-
Soliplakat

Niemals alleine!
Um den Betroffenen und die Menschen um ihn herum auch in finanzieller Hinsicht zu supporten, gibt’s ab sofort im Roten Buchladen Soli-Plakate gegen Spende. Also packt gerne ein paar Münzen ein und schnappt euch in den nächsten Tagen so ein handgedrucktes, stylisches Teil ❤️🔥

